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BND-Informant erhielt Millionen für Bankdaten

Wirtschaft, 16.02.2008, 20:36 Uhr

HAMBURG - Zur Aufdeckung des Skandals um mögliche deutsche Steuersünder in Liechtenstein haben die Ermittlungsbehörden offenbar eine Millionensumme an einen geheimen Informanten gezahlt. Der Mann habe rund fünf Millionen Euro für eine CD-Rom mit den brisanten Steuerdaten aus Liechtenstein erhalten, berichteten übereinstimmend das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" und das ZDF. Der Mann habe sich bereits Anfang 2006 beim Bundesnachrichtendienst (BND) gemeldet.
Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums bestätigte, die Summe habe sich in dieser "Größenordnung" bewegt. Laut "Welt am Sonntag" wurde das Geld für den Informanten aus dem Etat des Bundesfinanzministeriums gezahlt.Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" wurden beim Amtsgericht Bochum 900 Durchsuchungsbeschlüsse gegen 700 mutmaßliche Steuersünder erwirkt. Es gehe um insgesamt 3,4 Milliarden Euro. Der gestern wegen der Vorwürfe zurückgetretene Post-Chef Klaus Zumwinkel soll unterdessen vier Millionen Euro Strafe zahlen, wie der "Focus" berichtet.


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