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EU droht mit Olympia-Boykott

Politik, 22.03.2008, 13:22 Uhr

PEKING - Jetzt wird es ernst: Mit einer Verhaftungswelle und dem Aufmarsch von Truppen will China die Proteste der Tibeter unter Kontrolle bringen. Eine Woche nach den gewalttätigen Ausschreitungen in der tibetischen Hauptstadt Lhasa lief die Propagandakampagne auf Hochtouren.

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Pöttering, drohte China mit einem Boykott der Olympischen Spiele. "Peking muss sich entscheiden. Es sollte unverzüglich mit dem Dalai Lama verhandeln. Bleiben Signale der Verständigung aus, halte ich Boykottmaßnahmen für gerechtfertigt", so Pöttering in der BamS.
Amtliche chinesische Medien riefen unterdessen zum entschiedenen Kampf gegen die Unabhängigkeitskräfte in Tibet auf. Nach einer neuen Bilanz der tibetischen Regierung sind bei den gewalttätigen Unruhen am Freitag in Lhasa 19 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 600 verletzt worden. Exiltibeter gehen von insgesamt rund 100 Toten in Lhasa und anderen Orten aus.


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